Die Sexualenergie als Basis unserer Lebenskraft

HERIBERT CZERNIAK

Die Sexualenergie dient nicht nur dem sexuellen Akt sondern auch der Verbindung und Verschmelzung mit dem Göttlichen. Jede Verschmelzung all unserer Chakren ist ein universelles Erleben mit uns selbst; eine Hochzeit des Männlichen und Weiblichen in dir.

Dabei zeigt sich auch der Anteil in uns, der sich noch getrennt fühlt von der göttlichen Quelle: Das Ich, das manchmal das Gefühl hat, dass etwas fehlt, dass es etwas braucht. Ungeklärte Anteile der Sexualenergie; aber auch verdrängte Anteile werden als Energieblockaden im 2. Chakra und in den Schleimhäuten des Genitalraumes sichtbar.

In der Gürtellinie besteht bei den meisten Menschen eine energetische Trennung, welche die Sexualenergie zu unserem Herzen begrenzt. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Mensch mehr oder weniger sexuell aktiv ist, sondern damit, wie viel ungeklärte Energien sich im 2. Chakra befinden. Daher kann es sein, dass Menschen von sich aus sagen, dass sie mit der Sexualität, mit der Sexualenergie oder mit dem Genitalraum kein Problem haben: Entweder weil sie aus Altersgründen damit abgeschlossen haben, sie ihre Sexualität nicht leben oder sie diese einfach aus spirituell/religiösen Gründen tabuisieren.

Es spielt keine Rolle, ob du sexuell aktiv bist oder nicht, das allein sagt nichts über den Zustand deines Energieflusses aus. Ein ungeklärter Ich-Anteil im Genitalraum beeinflusst das Denken und Fühlen und drückt sich vor allem als ein Gefühl des Mangels aus. Die blockierten Energien erzeugen beim Versuch aufzusteigen unter anderem ein starkes Unruhegefühle. Dadurch entsteht ein starke Bedürfnis nach (Er-)Lösung, die irrtümlich in äußeren Dingen, anderen Menschen, neuen Situationen usw. gesucht wird. Diese Suche führt vielfach in die eine oder andere Sucht. Das Bedürfnis nach einer Befriedigung, die immer nur ein Ersatz und kurzfristige Linderung bedeutet, kann langfristig dieses tief empfunden Mangelgefühl nicht ausgleichen. Es ist diese Trennung von der eigenen Ganzheit die den Menschen in diese schwierige Situation bringt und die nur durch die Befreiung der blockierten Energien aufgelöst werden kann.

Zeichen für ungelöste Energieblockaden im 2. Chakra sind zum Beispiel ständiges Arbeiten (Workaholic), Ordnungszwang, etwas Erreichen müssen (Millionäre“ brauchen dann immer noch mehr), Kontrollzwang, Süchte aller Art wie Sexualsucht, Esssucht, Spielsucht, Internetsucht, usw. Und da ist natürlich auch das spirituelle Ego, das meint, immer größer werden zu müssen.
Sind die Energien im 2. Chakra ungeklärt, bestimmen in der Partnerschaft Zwänge und Abhängigkeiten dein Handeln und damit dein Leben. Das alles geschieht aber nur, um dieser inneren Unruhe Herr zu werden, welche die Folge einer Ablehnung der Energien im Genitalraum ist. Das bedeutet, dass der Mensch entweder immer unzufriedener wird oder sich ausgelaugt und erschöpft fühlt.
Steigen hingegen in einem orgiastischen Zustand die lichtvollen Sexualenergien in allen 12 Chakren und Lichtkörpern auf, dann wird das Göttliche als glückseliger Zustand erlebbar. Das Gefühl, dich auch im Alltag mehr und mehr eins zu fühlen, wird dann dein Leben verändern.

Befreiung und Klärung im Becken setzt jedoch voraus, dass ich das Göttliche – das Licht – auch im Becken wahrnehme. Ganz provokant ausgedrückt bedeutet das, den Engel, den aufgestiegenen Meister, die Herzenergie, den Guru und all die anderen wundervollen und heilenden Energien im Genitalraum wahrzunehmen, so dass all die karmischen Muster und Energien sich befreien können. Sie dürfen auftauchen, gesehen und erkannt werden und kommen so ans Licht. Alle Bilder, Gedanken, Gefühle und Körperempfindungen, die sich bemerkbar machen, dürfen sein, und ich nehme sie einfach nur wahr. Das ist unter anderem durch Meditation oder Heilenergien möglich. Manchmal kann es dabei sogar zu einer gefühlten Erstverschlimmerung kommen.

In den Informationen der ungeklärten Sexualenergie sind auch all jene Abspaltungen der Ich-Anteile, die eine Beziehung zum anderen Geschlecht erschweren, enthalten. Das ist so, da die Streitthemen von Vater und Mutter erst einmal eine Verbindung über den Genitalraum erfahren. Wir sind zusammen, weil wir eine sexuelle Verbindung eingegangen sind. Und solange die Verbindung anhält und die Definition oder auch Identifikation klar festgelegt wird, werden Streitthemen auch eine Verankerung im Genital enthalten und es werden Konfliktenergien im Genitalraum abgespeichert sein.
„Das ist meine Frau“ oder „das ist mein Freund“ bedeutet für alle Beteiligten, dass sie schon einmal Sex gehabt haben, und wenn der innere Konflikt zu groß wird, geht man auseinander und hat keinen Sex mehr. Konflikte werden dann nicht mehr über das Genital abgespeichert, es findet eine andere Zuordnung im Energiesystem des Körpers statt.

Auch die karmische Beziehung zu Gott ist im Genitalraum und in der Sexualenergie abgespeichert, einschließlich der Information, ob es eine eher männliche oder weibliche Vorstellung von Gott im Außen gibt. Sexualenergie, die sich über das Herz ausdrücken darf, ist wertfrei, ohne dass das Ich dabei ein Bedürfnis spürt, Sex haben zu müssen oder sich anderweitig Ersatzbefriedung zu schaffen. Es herrscht dann eine Ausgeglichenheit der inneren Bedürfnisse im Alltag. Die Reizthemen werden weniger oder schwächen sich ab und die inneren Werte in der Partnerschaft bekommen mehr Bedeutung. Der sexuelle Akt nach einer gemeinsamen Meditation wird das Göttliche fühlbarer werden lassen. Ohne diese befreiende Arbeit an den Energien wird sonst immer auch ein Anteil von Vater und Mutter mit im Bett sein.
Lebe dein Leben, verändere nichts falls du bereits Heilung erfährst.
Veränderst du die Energie in dir, dann verändert sich auch dein Denken und Fühlen dir selbst und dem Partner gegenüber und der ist schließlich auch Gott.

Was sind die energetischen Hintergründe für die Verbindung von Liebe und Sexualität?
Eine befreiende Öffnung und Klärung im Genitalbereich und Kehlkopfchakra ist wieder möglich. Es heilen sich die Energien im Becken, die das Gefühl von Abgrenzung vom Männlichen bzw. Weiblichen bewirken. Besondere Heilgesänge bewirken eine Öffnung im Becken-Genitalbereich zum Lichtherz.

 

Heribert Czerniak
Klangmedium und Heilende Stimme, 
www.heilende-stimme.com