Geburt & Tod

Interviews mit Anubis und Freund der Indianer zu
GEBURT & TOD

Das neue Buch von Sylvia Leifheit.


 
Die zwei größten Rätsel im Leben eines Menschen stehen am Anfang und am Ende seines Weges.  
Die Geburt und der Tod.
 
Die Geburt wird von liebevollen Menschen begleitet, die das Kind in seinem Leben empfangen – und doch wissen wir bis heute nicht, was genau den Körper belebt. 
Der Tod ist eine Schwelle, deren Anblick den Menschen sein Leben lang begleitet – und immer noch sind zu viele Fragen dazu unbeantwortet geblieben.
 
Der Schritt in das Unbekannte ist es, dass uns Menschen Angst machen kann.
Diese Angst ist unbegründet, wenn wir erkennen, dass diese Momente ganz natürlichen Abläufen folgen. Wie das Ein-und Ausatmen des Körpers, so entsprechen die Übergänge in und aus dem Leben, einem Ein-und Ausatmen der Seele.
 
Diese Einweihung in das uralte Wissen über die Prozesse der Übergänge hilft uns einmal mehr die Sicht auf ein neues beginnendes Leben, wie auch auf das endende Leben zu schulen. Denn hinter all dem birgt sich eine noch tiefere Erkenntnis für das Dasein, die jeder nur durch diese Schulung in sich erfahren kann.
 
Dieses Buch ermöglicht uns auf nie dagewesene Art und Weise auch mithilfe vieler praktischer Übungen den Schleier dieser Ungewissheiten zu lüften. 
 
Wie immer in den Werken von Sylvia Leifheit, ist auch das vorliegende Band 4  ein Aufruf an uns, alle bisherigen Glaubensmuster zu überwinden, und sich für eine ganz andere Wahrnehmung zu öffnen.

 

Ein Auszug:

 

Geburt – Einführung 

Lieber Freund der Indianer, bitte sprich zum Thema Geburt. Ich bin schon sehr gespannt.

Es ist mir eine große Freude, diese Botschaften und Weisheiten in diesem Werk festhalten zu können. Das Thema betrifft alle Seelen, die jemals inkarniert sind und noch inkarnieren werden, wie auch diejenigen, die als Körper die Voraussetzungen bieten und die Bereitschaft tragen, ein Leben zu gebären. Das Thema ist also nicht nur für diejenigen, die Kinder gebären, sondern tatsächlich allumfassend und uns alle betreffend. 

Dann bitte beginne darüber zu berichten, was du dazu sagen möchtest.

Das menschliche Formen von Körpern beginnt, wenn ihr euch paart und die Eizelle mit dem Samen befruchtet wird. 

Die Beseelung dieses Körpers beginnt aber etwas später. Dann wenn die Weiterentwicklung des kleinen Körpers so weit fortgeschritten ist, dass sie ein Leben wirklich tragen kann. 

Möchtest du damit sagen, dass der Zeitpunkt der Beseelung eines Körpers immer unterschiedlich ist?

Nein. Der Zeitpunkt ist relativ allgemein nach dem vierten Monat.

Das erinnert mich daran, dass die Menschen auch eine Zeit von drei Monaten angesetzt haben, die als kritische Phase einer Schwangerschaft betrachtet wird.

Das könnte man sagen, ja. Doch wer auch immer diese Regel aufgestellt hat, wusste nicht, ob und wann die Seele wirklich in den Körper tritt. 

Das Entscheidende ist, dass ihr bitte vernehmt, dass die Seele eines Kindes erst dann wirklich in diesen Körper tritt, wenn diese Zeit der Entwicklung des Körpers so weit fortgeschritten ist, dass dieser auch wirklich lebensfähig ist. Das bedeutet, dass in erster Linie in den ersten Monaten ausschließlich Leben entsteht, welches aber nur die Funktionen des Lebens selbst formt und keinerlei bewusste Energien bindet. 

Die Beseelung des Körpers erfolgt dann wiederum auch nicht in einer kurzen Zeit, wenn man in Zeit messen möchte, sondern sie braucht einige Monate. Diese Zeit ist dafür da, dass die Seelenenergie, die vorher ohne Körper existiert hat, nun die Enge und die Form, die der menschliche Körper bietet, langsam empfinden kann und sich dadurch langsam an diese neue Form gewöhnen kann. Daher ist die Seele eines Kindes ab dem fünften Monat nicht immer bei der Mutter, sondern nur ab und zu, doch je länger die Zeit voranschreitet, darf die Seele mehr und mehr die Form des Körpers füllen. 

Wo ist die Seele denn, wenn sie nicht bei der Mutter ist?

Das ist eine schöne Frage, ich kann verstehen, dass ihr derartig denkt, doch muss ich sagen, dass ihr bitte verstehen müsst, dass alle Energie immer um euch ist. Die Aussage, die Energie ist nicht bei der Mutter, verzerrt ein wenig. Bitte entschuldige. Doch möchte ich damit sagen, dass die Energie noch wandelt, dass sie noch nicht dauerhaft in diesem neuen, kleinen Körper weilt, sondern sich erst nach und nach darin einnistet. 

Muss man in dieser Zeit der Einnistung etwas beachten, das diese Einnistung fördert oder muss man da nichts beachten?

Das wird alles kosmisch gelenkt, daher braucht es keinerlei Informationen oder Botschaften, die ihr diesbezüglich befolgen müsst. Das Lieben des heranwachsenden Wesens ist die einzige wichtige und unerlässliche Bitte, die der Kosmos an euch hat.

Was ist, wenn das Leben, der kleine Körper in den ersten vier Monaten abstirbt? Es ist ja dann noch nicht beseelt gewesen ?

Das ist richtig. Die Seele kommt erst, wenn diese kritische Phase überstanden ist. Die Gründe eines derartigen Prozesses sind vielfältig, doch meistens ist es eine rein körperliche, strukturelle Ursache, weniger mental, aber dennoch manchmal mental. Ich möchte damit sagen, dass es körperliche Ursachen haben kann, dass die Voraussetzungen für das Leben nicht ganz passend sind, dass es aber auch mentale Ursachen haben kann, wenn ihr in eurem Geiste nicht harmonisch mit dem Körper harmoniert. Dann verstößt der Körper das Leben. 

Wenn Menschen aber wieder und wieder in dieser Phase das kleine Lebewesen verlieren, hast du eine Vermutung, warum das so ist?

Nein.

Kann man sagen, dass ein „zu sehr Wollen“ auch nicht so gut und richtig ist?

Das ist es nie, doch in der Thematik der Geburt ist alles kosmisch geführt, weil die Kräfte, die wirken, so unendlich und unbewusst, vergleichsweise mit eurem bewussten Willen wirken, dass es relativ wenig Einfluss hat, wie jemand will oder eben nicht will. Doch es ist defintiv auch eine Frage der Kraft des jeweiligen Menschen. Diejenigen, die freie und flexible Kräfte haben, können natürlich mehr wirken als diejenigen, die nur unbewusst in diesen Prozess treten. Doch lass uns nicht zu lange in dieser Thematik verharren, ich möchte noch auf andere Umstände hinweisen.  

Die Menschen, die bereits die kritische Phase überstanden haben und der kleine Körper bereit ist, die Energien in sich aufzunehmen, die mit Bewusstsein angereichert als Seele in ihn tritt, brauchen eine Information, die ich ihnen heute geben möchte. Die inkarnierende Seele hat sich die Umstände und die Eltern alle gewählt und ist keineswegs unüberlegt und unbewusst oder hilflos in diese familiäre Struktur gegangen. Damit möchte ich sagen, dass kein Mensch weit und breit die Ohnmacht besitzt, die so mancher gerne von euch als Entschuldigung einsetzt, um die Umstände seines Lebens so zu belassen, wie sie sind.

Du möchtest also darauf hinweisen, dass Ort, Zeitpunkt, Elternstrukturen und all dies tatsächlich vorher frei gewählt wurden von den Seelen, aufgrund anderer energetischer Hintergründe. Aber gib mir bitte ein besseres Bild dazu, was heißt „ausgesucht“? Nach welchen Parametern entscheiden diese Energien, wo sie hinwollen?

Das ist eine wunderschöne Frage, ich danke dir dafür. 

Die Energien nehmen nicht die direkten Umstände eurer Welt wahr, sondern sie nehmen die energetischen Umstände der Eltern und der sich vorfindenden Umstände wahr. Ich meine damit, sie können die Energetik des Ortes wahrnehmen, die Empfindungen der Eltern wahrnehmen, wie Fülle sie umgibt, und sie können die Fülle der Eltern als Kraft wahrnehmen, sowie die energetischen Potenziale dieser Verbindung der beiden Menschen zueinander. Das bedeutet, dass wie durch eine Lupe das Elternpaar vorher betrachtet wird, und wenn es liebevoll ist, die Seelen anzieht, die Liebevolles erfahren, wahrnehmen wollen. Die Eltern, die lieblos miteinander sind, die Seelen anzieht, die diese Erfahrung leben wollen, um sich vielleicht aus dieser heraus zu bewegen. Doch dies genau zu beschreiben und die Vielfalt dieser Möglichkeiten, das würde den Rahmen hier sprengen. Doch möchte ich bewusst machen, dass eure Kinder die Form eurer beiden Elternteile, die ihr seid, absolut frei gewählt haben.

Du möchtest also betonen, dass es keine Ohnmacht der Energien gibt, immer nur den freien Willen.

Ja, das ist richtig.

und Auszug aus Übergang –Einführung

Lieber Freund der Indianer, bitte berichte uns, was du zum Thema Übergang lehren möchtest. 

Die Lebenskraft in euren Körpern, meine lieben Menschen, verringert sich im Laufe der Zeit. Das ist ein ganz normaler Prozess, der kosmisch bedingt überall existiert. Die einen Lebewesen leben länger, die anderen leben weniger lang. Die Umwelt ist die Plattform, die euch die Möglichkeiten bietet, und eure seelische Kraft wiederum ist die einzige Energie, diesen Umwelteinflüssen entgegen etwas lebensverlängernd zu wirken, aber auch lebensverkürzend. Die Kraft der Seele ist ausschlaggebend für alle Kraft, die ihr in eurem Leben habt, und die letztlich auch entscheidend ist, wie lange ihr lebt. Daher ist es mir sehr wichtig, dass ihr versteht und begreift, dass eine Seele Reife erlangen möchte, doch keineswegs alt wird im Sinne eurer Alterungsprozesse des Organischen. Und wenn ihr die Verbindung in den Kosmos begeht und reinigt, so viel ihr nur könnt, dann lebt diese Seelenkraft in euch eine sehr starke Kraft. Und das wiederum kann dem Körper über seine Leiden hinweg, welche das Altern mit sich bringt, helfen, und Vitalität bringen, wo so mancher keine Kraft mehr empfindet. Die seelische Kraft ist in den ersten Monaten eures Lebens sehr präsent und sie kann, wenn ihr es möchtet und wenn ihr es fördert, die Lebenskraft eures Körpers verlängern. Das ist wichtig. 

Das heißt, diese Kraft kommt ausschließlich aus dem Kosmos, und so, wie wir jetzt hier miteinander kommunizieren und ich dadurch direkt mit einer Energie im Kosmos in Verbindung stehe, so fließt diese Kraft, wenn wir diese Verbindung haben, stärker und kann es schaffen, dass die Zellen sich länger erneuern und Vitalität und Lebenskraft empfinden.

Das ist richtig. Die Lebenskraft, die euch der Kosmos schenkt, ist das Chi, was so mancher von euch schon kennt. Dieser Begriff bezeichnet die Kraft, die aus der Quelle überall in alles und durch alles hindurch strahlt, und diese Kraft könnt ihr anzapfen über die Seele, die in euch lebt.

Das hast du schön gesagt. Also ist der Körper eingebettet in die Umwelt und die Seele eingebettet in den Körper, kann aber eine ganz andere Kraftquelle anzapfen als nur die der Umwelt des Körpers?

Das ist richtig. Sie ist TEIL dieser Kraft, doch wer dies unbewusst lebt, verliert diese Kraftquelle.

Du meinst, wir verlieren die Kraftquelle nicht ganz, aber durch die Unbewusstheit nutzen wir sie nur zu einem minimalen Teil.

Ja, das ist, was ich meine.

Dann bitte berichte weiter.

Es ist aber keine Frage, dass und ob ein menschlicher Körper einmal seine Funktionen aufgibt. Dies ist kosmisch ein ganz normaler Prozess, den alle Lebewesen erfahren müssen. Die Seele beginnt in diesem Prozess die langsame Verabschiedung aus dem Körper. Dieser Prozess beginnt schon lange bevor ihr wirklich ablebt und sterbt.

Wann genau beginnt er denn ungefähr?

Die Menschen, die eines natürlichen Todes sterben, begehen eine Art stufenweise Ablösung der Seele.

Und wie sieht das aus?

Die erste Stufe ist die Erfahrung, wenn die Lebenskraft sich verringert und dadurch die Wahrnehmung des Lebens eine langsamere und weichere wird. Damit möchte ich sagen, dass ältere Menschen, welche eine normale und gesunde Erfahrung dieses Prozesses erleben, eine erste Stufe erfahren, die sie bremst und die bedeutet, dass die Seele beginnt, die Form langsam zu verlassen. Die Seele beschließt die Beendigung dieser Form. 

Und wie geht es dann weiter, was ist die nächste Stufe?

Dann werden die Menschen müde. Sie schlafen viel und das hilft der verringernden Kraft des Körpers, weiter zu existieren, doch hält es gerade noch die lebenswichtigen Funktionen am Laufen. Die Lebenskraft wird weniger und weniger. Das ist wie eine Lebenssonne, die weiter und weiter sinkt und langsam wird es immer dunkler.

Das hört sich irgendwie traurig an …?

Nein, das ist nicht traurig, denn die Verringerung der Lebenskraft bringt mit sich, dass die Menschen leiden und dass sie sich wünschen, nicht mehr so zu leben. Das Eine bedingt das Andere. Wer weniger Lebenskraft spürt, dem wird der Körper zur Last und alles wird weniger freudvoll. Daher beginnt dieser Prozess die Ablösung der Seele weiter auch zu beflügeln. Denn der Abschied wird über diese wenigere Kraft durch alle Lebensempfindungen, sogar in den unbewusstesten und verunreinigtesten Lebewesen, wahrgenommen.

Und dann?

Dann beginnt die Phase des Übergangs. Das beginnt ungefähr ein paar Tage bevor der Körper wirklich stirbt. Die Phase bedeutet, dass die Seele sich weiter von dem Körper fortbewegt und noch weniger Lebenskraft dadurch in ihm existiert. Die Kraft, die den Körper beseelte, wird schwächer und schwächer. Dieser Prozess bedingt, dass nun auch die Wahrnehmung des Lebens weniger und weniger wird. Ich meine damit, dass die Menschen beginnen Wirres zu reden und nur noch unbewusste Worte formen oder in vergangenen Erinnerungen leben, die aber ungenau wahrgenommen werden. Eine Art Zwischenwelt betreten sie.

Ach, und das ist so, weil die Seele sich schon so sehr vom Körper gelöst hat, dass nicht mehr die Erinnerungen der Seele sprechen, sondern nur noch die zelluläre körperliche Erinnerung, kann man das so sagen? 

Das ist richtig, du hast es erfasst. Die Bewusstheit der Seele beseelt den Körper. 

Ist die Seele aber nicht mehr im Körper, dann ist auch die Bewusstheit des Körpers weniger und das bedeutet, dass diese Menschen in eine andere Art der Wahrnehmung treten.

Ist das dann wie ein Traum? Das vergangene Leben als Traum?

Ja, das ist richtig. Das Bewusstsein fehlt mehr und mehr.

Wie viele Tage vor dem wirklichen Ableben des Körpers beginnt dieser Zustand denn ungefähr?

Das ist alles eine Frage der Reinheit und der Kraft der Seele, Liebes. Das ist schwer zu beantworten.

Was passiert dann als nächste Stufe?

Der Moment, in dem die Lebenskraft den Körper gänzlich verlässt, ist der, in dem die Seele den Körper gänzlich verlassen hat. Dies ist also nichts, das dann erst beginnt, sondern dies ist dann abgeschlossen.

Und dann?

Dann befindet sich die Seele noch eine Weile in der Nähe des Körpers, weil sie die Frequenz, die sie im Körper hatte, noch beibehält und diese sich erst langsam an die weitere, unbegrenztere Form wieder gewöhnen muss. Das braucht etwas Zeit. 

Diese Phase nun ist die Kritischste im ganzen Kosmos, und ich möchte nun  darauf hinweisen, dass ihr bewusster diese Zeit eines Ablebenden erfahrt. Die Bitte, die ich habe dazu ist, dass ihr bitte die folgenden Regeln beachtet: Die Menschen, die eine Einäscherung wünschen, belassen den Körper bitte in einer Ruhe für mindestens sieben Tage. Denn diese Zeit braucht die Seele, um sich wirklich gänzlich von diesem Körper zu verabschieden und die Frequenz zu erhöhen.

Was kann denn passieren, wenn man schon nach drei Tagen eine derartige Einäscherung veranlasst?

Dann erfährt die Seele eine Vernichtung der bisherigen Form, ohne dass sie sich an die neue Form gewöhnen konnte. Das bedeutet, dass diese Seelen meist, und das ist sehr traurig, verloren sind in diesem Zustand, der nicht mehr die alte Form bedient, aber die neue Form auch noch nicht kennt und vor allem keinerlei allgemeine Kraft darin findet. Das ist eine Art Zwischenwelt, in der diese Seelen gefangen sind, da sie keinerlei Zeit hatten, die langsame Abstimmung auf diese neue Frequenz mit etwas mehr Weite und Kraft, zu finden. 

Also wenn die Seelen in den Körper gehen, gewöhnen sie sich langsam an diese Enge. Und ähnlich ist es, wenn sie wieder aus dem Körper austreten. Es ist kein Prozess, der plötzlich geschieht, sondern er passiert Stück für Stück. Die Seele ist zwar dann schon aus dem Körper heraus, aber sie schwingt noch in dem Gefühl, der Erinnerung an das Sein im letzten Leben? Sie muss sich erst langsam zurück gewöhnen an diese neue, nicht mehr so beengende Art zu sein, richtig?

Das ist richtig und genau dieser Prozess ist so wichtig, damit die Seele wieder in ihre eigentliche Kraft findet. Die Kraft, die frei und weit wirken kann. Doch wer die Enge noch sucht, irrt dann in einer formlosen Art umher.

Du hattest einmal darauf hingewiesen, dass diese Energien an den Ort ihrer letzten Wahrnehmung im Ablösungsprozess gefangen oder gebunden sind?

Das kann man sagen, ist aber nicht zwingend der Fall. Die Örtlichkeit bedeutet auch eine Art Erinnerung an eine Kraft, die sie verspürten, als sie noch in einem Körper waren. Die Seelen, die also ihre neue Form noch nicht bewusst wahrnehmen und sich noch nicht an die neue Form des Seins gewöhnen durften, bleiben natürlich an diesem Ort, damit sie sich „wohlfühlen“, wenigstens ohne den Körper, aber dennoch etwas, das sie kennen.

Ist es denn Angst, die sie haben, dass sie in eine Form des Seins kommen, die sie nicht kennen?

Das ist es, denn wenn du ein Leben lang in einem engen Korsett warst, dann brauchst du eine Weile, um die Freiheit deiner Flügel zu fühlen, um sie auszubreiten. Du kannst nicht gleich fliegen. Du musst es erst wieder üben.

Ah, ich verstehe. Das ist ein ganz tolles Bild, danke dir dafür! Also sieben Tage müssen eingehalten werden. Sieben volle Tage, richtig?

Ja, das ist das Mindeste. Wer länger warten kann, sollte dies tun, denn es ist noch besser.

Gibt es eine zu lange Wartezeit?

Nein.

Dann ist es ungefährlich jemanden einzuäschern, wenn man dies beachtet hat, richtig?

Ja genau, dann ist nichts mehr mit dem Körper verbunden, und daher ist dann eine Einäscherung ohne Probleme.

Und wie ist das bei den Menschen, deren Leichnam normal vergraben wird?

Dort gibt es keinerlei besorgniserregende Prozesse, denn diese Körper bleiben ja in dieser Form,  und diese wird nur durch die Natur aufgelöst. Und die Seele hat genügend Zeit, um sich Stück für Stück abzulösen, auch in der feinstofflichen Welt, und dort langsam ihre eigentliche Kraft wiederzufinden.

Wie ist das bei Seebestattungen?

Dort ist es ähnlich. Auch da hat die Seele Zeit.

….
 

Die Religionen unserer Welt übermitteln uns, dass es ein Fegefeuer gibt, was genau ist das?

Das ist der Zwischenzustand, den ich beschrieben habe, wenn ihr euch nicht langsam aus dem Körper ablösen könnt. Aber es ist keineswegs ein bestrafender Zustand, sondern lediglich ein von euch erschaffener Zustand, der aber wandelbar ist.

Und dann soll es angeblich den Zustand des „Jüngsten Gerichts“ geben.

Wer Liebe gegeben hat, der erfährt die höherschwingenden Ebenen. Wer Liebe genommen hat und Leid gebracht hat, der erfährt die niedrig schwingenderen Zustände. Das Einzige und alles erfüllende Ziel ist die Freude. Die Freude aus der Liebe. Nicht die Freude aus dem Ego heraus. 

Gut, dass du das benennst, denn ich kenne viele Menschen, die große Freude daran haben, anderen Menschen Leid zuzufügen …

Diese Freude ist keine seelische Freude, liebe Menschen. Diese Freude ist Verunreinigung und wird viel Ausgleich von euch fordern. 

Dann gibt es die Menschen, die ein Leben lang alles Mögliche aufführen in Klöstern und hinter Kirchenmauern, dass sie so rein wie möglich werden und damit jeder Freude an den Sinnen des Körpers entsagen – was ist mit diesen Menschen? Ist dies der richtige Weg der Erhebung der Kraft der Seele in die Freude?

Das ist eine absolut falsche Botschaft, die sich in euren Glaubensmustern verankert hat. Denn diese Menschen verbringen viel Zeit ihres Lebens in Enge und Formen der Enge sowie Freudlosigkeit in diesen Formen. Alles, was sie freuen und lieben lässt, wird ihnen genommen. Die Erfahrung des Mangels wird ihnen gegeben und dieser Mangel erzeugt Freudlosigkeit, doch dies hilft leider nicht in die höherschwingenden Zustände hinein.

Aber es gibt sicher auch viele Nonnen und Priester, die ein sehr freudvolles Leben hatten, nicht?

Nein, du kannst die Freuden des Lebens nicht hinter verschlossenen Mauern erfahren. Die Seele will das Leben leben, die Seele will in das Leben eintauchen – in ALL seine Farben und Formen. Reinigung ist auch möglich, ohne diese enge Form. Das ist hoffentlich mittlerweile allen Lesern hier klar. Die Freude ist der Schlüssel. Die Freude in eurer eigentliche Kraft, nicht in der Verengung und Blockierung eurer eigenen Kraft.

 

Aber Menschen, die aus einem Koma wieder aufgewacht sind, berichten meist nichts von diesem Stress, im Gegenteil, sie erzählen von einem Licht am Ende des Tunnels …? Wie kannst du das erklären? 

Das tu ich gerne. Das Licht, das ihr als Ende eines Tunnels wahrnehmt, besteht allezeit, und wer seine Wahrnehmung formt und die Freude tief in sein Leben integriert und lebt, der kann durch diese Erhöhung seiner Frequenz die Wahrnehmung wandeln. Dann wird die Dunkelheit eurer Ebene, die letztlich nur eine niedrig schwingende Art des Seins darstellt, übersprungen werden, und man nimmt sofort die hellere Ebene wahr. 

Doch weil ich weiß, warum du fragst, möchte ich noch etwas mehr ausholen. Die Wahrnehmung eines Tunnels ist eine veränderte Wahrnehmung, die euch die anderen Sinne bereiten, die ohne die Sinne des Körpers entstehen. Diese Sinne nehmen anders wahr als die Sinnesorgane eures Körpers. Dennoch nehmt ihr als Vorlage eure Wahrnehmung, die ihr bisher durch die körperlichen Sinne hattet. Das macht, dass die sich veränderte feinstoffliche Wahrnehmung durch die Erinnerung an die Sinne des Körpers verzerrt wahrgenommen wird. Das bedeutet, dass ihr nicht durch einen Tunnel geht, der um euch ist oder entsteht, sondern dass ihr eure Wahrnehmung weitet und aus der Enge, die als Tunnel empfunden wird, in die Weite bewegt. Der ein oder andere bewegt sich schneller, der ein oder andere langsamer, doch letztlich ist es allen erlaubt, eine hellere Wahrnehmung als die bisherige zu empfinden. Die Erklärung der einzelnen Frequenzen möchte ich nicht hier an dieser Stelle bringen, doch bitte übermittle den Menschen, dass diese Wahrnehmung letztlich nur die veränderte Wahrnehmung bedeutet, die ohne eure Sinnesorgane die eigentlichen Kräfte des Kosmos zeigt, doch noch verzerrt wahrgenommen wird über die Erinnerungen der menschlichen Sinneswerkzeuge. Dann wird eine niedrig schwingende Frequenz zu Dunkelheit und eine weite Frequenz zu hellem Licht. Diejenigen, die keinerlei Angst haben und die sich schnell bewegen, diejenigen erfahren die Frequenz der helleren Ebenen als dieses hellere Licht. Doch nicht alle erreichen diesen Zustand.

………….
 
uv.a.m !band4_interviews-anubis-small-concentrate
Sylvia Leifheit, silverline Verlag,
ISBN 978-9962702191